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Fischaufstiegshilfe: Möllkraftwerk Gößnitz

09.09.2016

Beim Möllkraftwerk Gößnitz hat die Kelag vor kurzem einen Fischlift in Betrieb genommen, damit Fische die Wehranlage des Kraftwerkes passieren können.

Christian Rupp, Christian Tengg und Kelag-Vorstand Manfred Freitag bei der offiziellen Eröffnung des Fischliftes.
Christian Rupp, Christian Tengg und Kelag-Vorstand Manfred Freitag bei der offiziellen Eröffnung des Fischliftes.
„Zu diesen baulichen Veränderungen verpflichtet uns die Wasserrahmenrichtlinie“, erläutert Manfred Freitag, Vorstand der Kelag. Demnach müssen die Betreiber von Laufkraftwerken die Durchgängigkeit der Fließgewässer für Fische herstellen oder verbessern.“

An insgesamt 14 Laufkraftwerken in Kärnten (6) und in der Steiermark (8) hat die Kelag in den vergangenen beiden Jahren Fischaufstiegshilfen errichtet oder modernisiert. Rund 4,2 Millionen Euro wurden dafür investiert. „Die Fischaufstiegshilfen haben die Nebenwirkung, dass weniger Wasser für die Stromerzeugung genutzt werden kann“, betont Freitag. „Die Erfüllung der Wasserrahmenrichtlinie bei den Laufkraftwerken bedeutet für unser Unternehmen eine Mindererzeugung von 3,6 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.“

 

Fischlift Gößnitz
Die Fischaufstiegshilfe beim Möllkraftwerk Gößnitz ist ein besonderes Beispiel. Die Wehranlage und das Maschinenhaus dieses Kraftwerkes sind drei Kilometer voneinander entfernt, für die Stromerzeugung wird eine Fallhöhe von 38 Meter genutzt. In der Vergangenheit war das für die Fische eine unüberwindliche Hürde. „Nun haben wir zwischen dem Krafthaus Gößnitz und der Wehranlage im alten Flussbett der Möll eine Restwasserstrecke eingerichtet, die wir ausreichend mit Wasser dotieren“, sagt Christian Tengg, Leiter der Kraftwerksgruppe Fragant. „Im Bereich der Wehranlage haben wir einen Fischlift eingebaut, damit die Fische den Höhenunterschied von sieben Metern auf kleinem Raum überwinden können.“

 

Funktion des Fischliftes
Der Fischlift funktioniert wie eine Schleuse. Eine Lockströmung führt dazu, dass Fische in den Transportkorb einschwimmen, der sich in der unteren Stellung befindet. Nach dem Schließen der Einschwimmöffnung werden der senkrechte Fischlift-Schacht mit Wasser gefüllt und der Transportkorb langsam nach oben gehoben. Nach dem Erreichen des Wasserspiegels im Speicher öffnet sich die Ausstiegsöffnung und die Fische schwimmen in den Stausee. Danach wird der Wasserspiegel im senkrechten Schacht abgesenkt, der Transportkorb bewegt sich nach unten und der Vorgang beginnt von vorne. „Der Fischzug im Herbst wird von unabhängigen Experten dokumentiert“, sagt Christian Tengg. „Schon heute beobachten wir unterhalb der Wehranlage Fische, die in den Fischlift schwimmen.“

 

Bewirtschaftung des Speichers Gößnitz
Vor dem Einbau des Fischliftes im Bereich der Wehranlage Gößnitz führte die Kelag hier Instandhaltungsarbeiten durch, es wurden der Grobrechen erneuert und alle Wehrfelder der Wehranlage saniert. Damit diese Arbeiten durchgeführt werden und der Bau des Fischliftes erfolgen konnten, musste der Wasserpegel im Speicher abgesenkt werden. Dies führte zu vorübergehenden Verunreinigungen der Möll. „In Zukunft wollen wir vermeiden, dass sich im Bereich der Wehranlage des Kraftwerkes Gößnitz zu viel Geschiebe anlagert“, erklärt Christian Tengg, Leiter der Kraftwerksgruppe Fragant. „Deswegen haben wir mit der Fischerei und der Verbund Hydro Power GmbH, dem Betreiber des Speichers Rottau, eine akkordierte Vorgangsweise vereinbart. „In Zukunft werden wir bei Hochwasser die Wehranlage öffnen, damit das neu hinzu gekommene Geschiebe weitertransportiert wird und die Hochwassersicherheit gewährleistet ist. Damit wollen wir eine möglichst umweltschonende Bewirtschaftung des Speichers Gößnitz erreichen.“


09.09.2016
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