Kelag Logo - Link zur Startseite

mySicherheit

Mehr Sicherheit zu Hause und sich rundum geborgen fühlen

Wie kann man einen Einbruch am besten verhindern? Was tut man, um auch Wertgegenstände zu sichern? Wie verhält man sich im Ernstfall richtig?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Ihnen im Folgenden — fast 200 Tipps in zwölf Kategorien erhöhen Ihre Sicherheit und schützen, was Ihnen lieb und teuer ist.

 

Egal ob offline, als Liste oder für unterwegs — nutzen Sie unsere Sicherheitstipps auch als praktisches PDF!

Sicherheit am Grundstück

Ein Zaun alleine reicht meist nicht aus, um einen potenziellen Einbrecher von Ihrem Grundstück fernzuhalten — mit diesen Tipps sind Sie besser gerüstet.
  1. Sicherheit sollte schon an der Grundstücksgrenze beginnen — mit einem Überkletterschutz an massiven Zäunen und Mauern.
  2. Unversperrte Gartentüren, Garagentore oder Hofeinfahrten laden gerade dazu ein, das Grundstück zu betreten. Selbstschließende Gartentore oder Tore mit elektrischem Türöffner nehmen Ihnen die Arbeit des Versperrens ab.
  3. Überprüfen Sie Ihre Besucher schon im Vorfeld mit einer Türsprechanlage oder Videoanlage.
  4. Die Telefonleitung sollte, wenn möglich, unterirdisch ins Haus führen — so kann Ihnen im Ernstfall die Verbindung zur Außenwelt nicht abgeschnitten werden.
  5. Hauszufahrten sollten immer ausreichend beleuchtet sein.
  6. Gartentüren sollten mit einer Gegensprechanlage und eventuell sogar mit einer Videokamera ausgestattet sein.
  7. Im Winter sollte stets für Schneeräumung gesorgt werden.
  8. Versperren Sie immer Ihre Gartenhütte!

Sicherheit in Haus und Wohnung

Einbrecher suchen sich ruhigere Wohngegenden und beobachten Objekte oft lange. Doch was gibt es noch zu wissen, um Ihr Zuhause zu schützen?
  1. Einbrecher wählen eher ruhige Wohnsiedlungen aus. Wohnen Sie in einer solchen, sollten Sie unbedingt Sicherheitsvorkehrungen treffen.
  2. Einbrecher beobachten Häuser und die Gewohnheiten der Bewohner — schwer erkennbare Verhaltensmuster schaffen Abhilfe.
  3. Meist schlagen Einbrecher um die Mittagszeit oder zwischen 17:00 und 21:00 Uhr zu. In dieser Zeit sollten Sie also besonders wachsam sein.
  4. Leicht transportierbare Dinge wie Schmuck, Bargeld, Kreditkarten, Münzsammlungen, Uhren, kleine Elektrogeräte etc. sind meist die erste Wahl und sollten daher gut gesichert werden.
  5. In Wohnblöcken sind besonders Erdgeschoßwohnungen gefährdet, weshalb hier besondere Wachsamkeit gilt.
  6. Die am stärksten gefährdeten Stellen sind Eingangstüren, Fenster, Terrassentüren, Nebentüren, Kellerschächte, Balkone, Garagen, Dachfenster und Nebengebäude — hier ist besondere Vorsicht geboten.
  7. Die Einbruchsdauer beträgt meist zwischen fünf und zehn Minuten, bei entsprechendem Widerstand geben Einbrecher jedoch oft nach etwa drei bis fünf Minuten auf. Je mehr Hindernisse also in den Weg gelegt werden, desto unwahrscheinlicher ein Einbruch.
  8. Einbrecher meiden gute Sicherheitstechnik, da diese einen höheren Zeitaufwand und ein höheres Entdeckungsrisiko signalisiert.
  9. Setzen Sie auf wirkungsvolle Abschreckung: Einbrecher wollen kein Risiko eingehen und meiden professionelle Sicherheitstechnik. Attrappen werden jedoch oft erkannt.
  10. Mechanische Sicherungen sollten primär bei der Sicherheitsplanung berücksichtigt werden. Alarmanlagen sind zudem eine optimale Ergänzung.
  11. Qualitativ hochwertige Sicherungen und fachgerechte Montage sind ausschlaggebend für Ihre Sicherheit.
  12. Nachbarschaftshilfe trägt zur Sicherheit bei: Wer sich gegenseitig hilft, bei Abwesenheit der Nachbarn Kontrollgänge macht, den Briefkasten leert oder Fensterläden schließt, reduziert das Einbruchsrisiko. Je intensiver der Kontakt zwischen den Bewohnern eines Wohngebietes, desto sicherer wird die Gegend für alle Bewohner.
  13. Schon einfache und günstige Maßnahmen können den Einbruchschutz erhöhen.
  14. Zeitschaltuhren und Fake-TV (Flackerlicht) simulieren Ihre Anwesenheit (vor allem in den Abendstunden).
  15. Lassen Sie eine möglichst lückenlose Außenbeleuchtung installieren. Bewegungsmelder bringen zusätzliche Sicherheit.
  16. Eine sichtbare Außensirene mit Lichtsignal schreckt ab.
  17. Kellerabgänge sollten stets beleuchtet und Kellerfenster sowie -schächte abgesichert werden.
  18. Kellerlichtschächte sollten mit Rollenrostsicherungen oder Glasstahlbeton abgedeckt sein. Als Alternative zur Sicherung der Gitterroste kommen stabile, tief in den Schacht führende Abhebesicherungen in Frage.
  19. Außensteckdosen sollten von innen abschaltbar sein, um Einbrechern nicht die Möglichkeit zur Stromabnahme (Anschluss einer Bohrmaschine) zu geben.
  20. Vergewissern Sie sich beim Weggehen evtl. ein zweites Mal, ob Ihr Schloss auch wirklich versperrt ist.
  21. Haus- bzw. Wohnungsschlüssel sollten nie unter Fußabstreifern oder Blumentöpfen versteckt werden.
  22. Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie rasch den Schließzylinder Ihrer Eingangstüre aus!
  23. Vermeiden Sie unübersichtliche Bepflanzung direkt am Haus — diese könnten eine gute Deckung bzw. sogar Aufstiegshilfe für Einbrecher bieten.
  24. Räumen Sie alle Dinge weg, die Einbrecher zu ihrem Vorteil nutzen könnten (Leitern, Kisten, Werkzeug etc.).
  25. Gartenmöbel, Mülltonnen oder Ähnliches könnten Einbrechern als Aufstiegshilfen dienen — räumen Sie diese weg!
  26. Schwere Werkzeuge sollten immer sicher verschlossen aufbewahrt werden, damit sie nicht von Einbrechern benutzt werden können.
  27. Sehen Sie sich potenzielle Einbruchstellen genau an: Ist es möglich, auf einen Baum in Hauswandnähe zu klettern und so ins Obergeschoss zu gelangen? Oder über einen Balkon, eine Mülltonne, die Regenrinne, ein Rankgitter für Kletterpflanzen?
  28. Ein Wachhund ist eine gute Einbrecher-Abschreckung.
  29. Pfefferspray sollte nie in geschlossenen Räumen verwendet werden.
  30. Moderne Innensensoren schützen nicht nur vor Einbrechern, sondern erkennen auch Haustiere und schlagen so nicht bei z. B. der eigenen Katze Alarm.
  31. Vergessen Sie nicht, Fenster, Balkon- und Terrassentüren zu schließen.
  32. Verriegeln Sie bei Abwesenheit stets Ihre Wohnungstüre!
  33. Bewegungsmelder bringen zusätzliche Sicherheit.

Sicherheit in der Garage

Schlecht gesicherte Garagen sind meist ein leicht zu überwindendes Hindernis für Eindringlinge. Das können Sie dagegen tun.
  1. Einbrecher dringen häufig in die meist schlecht oder gar nicht gesicherte Garage ein, um von dort ungesehen ins Wohnhaus zu kommen. Entsprechende Sicherungen beugen dem vor.
  2. Schon in der Planung sollten Sie überprüfen, ob zwischen Garage und Wohnhaus unbedingt eine Tür benötigt wird. Wenn ja, sollten Sie ein einbruchhemmendes Garagentor berücksichtigen.
  3. Schwingtore sollten mit stabilen Stangenverriegelungen ausgestattet werden. Die Beplankung darf von außen nicht entfernbar sein und der Schließzylinder sollte geschützt eingebaut werden.

Habe ich die Haustüre zugesperrt?

Bevor es in den Urlaub geht, sollten Sie ein paar einfache Tipps beachten, damit Sie Ihr Zuhause auch wirklich in Sicherheit vor ungebetenen Gästen wissen können - unsere Checkliste hilft Ihnen dabei!

Sicherheit im Urlaub

Bevor Sie sich auf den Weg in den Urlaub machen, gibt es ein paar kleine Tipps zu beachten, die Ihr Zuhause auch in Ihrer Abwesenheit schützen.
  1. Drehen Sie Wasser und Gas ab, bevor Sie wegfahren.
  2. Schalten Sie alle Elektrogeräte (Kaffeemaschine etc.) ganz aus.
  3. Verwahren Sie besonders wertvolle Gegenstände gut versperrt oder ggf. in einem Bankschließfach.
  4. Stellen Sie sicher, dass alle Fenster und Türen verschlossen und abgesperrt sind.
  5. Aktivieren Sie sämtliche Zusatzsicherungen und Sicherheitselektronik.
  6. Bei längerer Abwesenheit: Geben Sie Ihren Hausschlüssel in ein Schlüsseldepot oder übergeben Sie ihn einer Vertrauensperson.
  7. Informieren Sie Ihre Nachbarn über Ihre Abwesenheit und auch über etwaige Zeitschalter/Lichtsimulatoren etc., damit diese angehendes Licht oder automatisch auffahrende Rollläden richtig deuten können.
  8. Wenn Sie länger als zwei Monate abwesend sind, informieren Sie Ihre Versicherung darüber!
  9. Vermeiden Sie öffentliche Abwesenheitsmeldungen (z. B. über Facebook).
  10. Lassen Sie Ihr Zuhause während Ihrer Abwesenheit bewohnt wirken (Zeitschaltuhren, Fake-TV etc.).
  11. Lassen Sie Rollläden während Ihrer Abwesenheit nicht permanent geschlossen.
  12. Briefkästen sollten stets geleert und Werbematerial beseitigt werden — nutzen Sie dazu ggf. ein Urlaubspostfach.
  13. Bestellen Sie ggf. die Zeitung für die Dauer Ihrer Abwesenheit ab.
  14. Sofern vorhanden, schalten Sie bei längerer Abwesenheit den Anrufbeantworter aus und hinterlassen Sie dort keinesfalls eine Nachricht mit Ihren Abwesenheitsdaten. Idealerweise leiten Sie Anrufe auf das Festnetztelefon auf Ihr Handy um.
  15. Lassen Sie den Rasen mähen und Ihre Nachbarn Ihre Mülltonne benutzen.

Wertgegenstände sichern

Was fehlt denn nun eigentlich? Nur, wenn Sie all Ihre Wertgegenstände kennen und gegebenfalls richtig aufbewahren, können Sie diese richtig schützen.
  1. Legen Sie ein Eigentums- bzw. Inventarverzeichnis mit Fotos an — dies ist hilfreich bei der Fahndung. Diese Vorgehensweise bietet sich vor allem bei Umzug/Neubau an.
  2. Schmuck und Kunstgegenstände sollten sicherheitshalber fotografiert werden.
  3. Machen Sie eine Probe aufs Exempel: Gehen Sie mit einem Zettel durch Ihr Zuhause und schreiben Sie auf, was Sie selbst alles mitnehmen würden.
  4. Die Gerätenummern aller wertvollen Gegenstände sollten notiert bzw. fotografiert werden.
  5. Sparbuch und Losungswort sollten immer getrennt voneinander aufbewahrt werden.
  6. Wenn Einbrecher nach einem Tresorschlüssel suchen, wird die Einrichtung oft schwer verwüstet und der Schlüssel gefunden. Außerdem kommt die Versicherung nicht für diesen Schaden auf. Besser: Wertsachen in einem Tresor mit Schloss ohne Schlüssel aufbewahren.
  7. Tresore mit elektronischen Zahlenschlössern sind ideal: Es wird kein Schlüssel benötigt und dennoch sind diese Tresore im täglichen Betrieb (Schmuckablage, Verwahrung von Waffen und Dokumenten etc.) rasch und sicher zu handhaben.
  8. Wandtresore sind eingemauert. Möbeltresore bedürfen also einer ebenbürtigen Verankerung.
  9. Bohren Sie nie eigenmächtig durch die Außenhaut des Tresors: Es ist vorher eine Absprache mit der Versicherung bezüglich des versicherten Inhalts notwendig.

Fenster und Türen sichern

Ein gekipptes Fenster, eine nicht abgesperrte Tür, und schon können ungebetene Gäste einfach in Ihr Heim. Mit ein paar einfachen Tipps halten Sie dagegen.
  1. Sorgen Sie schon beim Neu- bzw. Umbau vor: Einbruchhemmende Türelemente nach Ö-Norm B5338 ab der Widerstandsklasse 3 mit Mehrfachverriegelung und Distanzsperre werden empfohlen. Bei diesen Produkten sind alle Sicherungen bereits eingebaut.
  2. Türen sollten einen massiven Türblattkern besitzen.
  3. Ein Türspion leistet gute Dienste.
  4. Einbruchhemmende Türen sind vollständige Türelemente einschließlich Zarge, die dazu bestimmt sind, in geschlossenem und verriegeltem Zustand einen Einbruch zu verhindern bzw. zu erschweren.
  5. Der Sicherheitswert einer Verschlusseinrichtung hängt wesentlich von der Beschaffenheit des Schließbleches und seiner Befestigung ab. Winkeleisen oder Schließbleche aus Chromnickelstahl erhöhen die Sicherheit. Solche Schließbleche sollten auch mittels Schwerlastdübel in der Zarge oder im Mauerwerk verstärkt befestigt eingebaut werden.
  6. Mehrfachverriegelungen erhöhen die Sicherheit einer Tür wesentlich. Diese Verschlüsse lassen sich nachträglich in die meisten Türen einbauen. Die Industrie bietet verschiedene Möglichkeiten an, die Zargen sollten allerdings entsprechend massiv ausgeführt sein.
  7. Querriegelschlösser lassen sich als Zusatzschlösser nur an Türen mit tragfähigen Bändern montieren. Der Sicherheitswert einer derartigen Verriegelung hängt wesentlich von der Befestigung im Mauerwerk ab. Querriegelschlösser werden — wie Kastenschlösser — mit Sperrbügel angeboten und vereinigen dann einen Einbruchs- und Überfallschutz. Empfohlen werden diese Zusatzschlösser vor allem an Kellertüren.
  8. Nicht nur auf das Schloss kommt es an: Der Zylinder sollte unbedingt mit einem Sicherheitsbeschlag geschützt sein. Sichern Sie die Eingangstüre durch zwei Schlösser verschiedener Bauart oder eine Mehrfachverriegelung. Verwenden Sie nur Sicherheitszylinder, die aufbohr-, nachsperr- und abrisssicher sind. Der Außenbeschlag muss aus gehärtetem Stahl bestehen und von innen verschraubt sein. Lassen Sie sich vom Fachmann ein Zusatzschloss mit Sicherheitsbügel montieren. Dies erhöht den Widerstandswert der Türe erheblich. Außerdem bietet der Fangbügel zusätzlichen Schutz gegen ungebetene Besucher!
  9. Bei Neu- oder Umbau wird der Einbau von einbruchhemmenden Fensterelementen empfohlen. Ein hoher Widerstand wird durch Pilzkopfbeschläge und Zwillingsbolzenverschlüsse erreicht.
  10. Einbruchhemmende Fenster gibt es in den Widerstandsklassen 1 bis 4.
  11. Die Art der Fensterrahmen, Scheiben, Gläser und Verriegelung ergeben zusammen das sichere Fenster. Bei Objekten, deren Fenster leicht erreichbar sind, sollten Fenster und Rahmen so beschaffen sein, dass sie Körpergewalt und einfachen Werkzeugen standhalten. Ein abschließbarer Fenstergriff wird empfohlen.
  12. Bei einem einbruchhemmenden Glas sollte es sich zumindest um ein Dreifachisolierglas handeln (Verbundsicherheitsglas).
  13. Bei einem einbruchhemmenden Fenster ist es wichtig, dass alle Komponenten (Rahmen, Fenster, Beschläge, Griffe, Glas) aufeinander abgestimmt sind. Besonders der Fensterrahmen muss fest mit dem Mauerwerk verschraubt sein — einschäumen alleine genügt nicht.
  14. Bei älteren Fenstern kann der Einbruchschutz zum Teil durch Zusatzbeschläge erhöht werden.
  15. Kellerfenster sollten vergittert sein.
  16. Wenn Sie nicht zu Hause sind, sollten keine Fenster gekippt bleiben.
  17. Bestehende Fenster können mit Fenstersicherungen, Riegelsystemen, Stangenschlössern und Kippsicherungen nachgerüstet werden.
  18. Versperrbare Fenstergriffe erhöhen die Sicherheit stark: Einbrecher schlagen oft das Glas ein, um die Fenster von innen zu öffnen, da der Einstieg durch das Glas zu gefährlich ist und möglicherweise DNA-Spuren hinterlässt.
  19. Sicherheitsfolien können von innen auf die Fenster aufgeklebt werden und so das Glas vor möglichem Bruch schützen.
  20. Auch Dachluken sind nur Fenster: Deren Schutzwert sollte ebenso hoch sein wie im Erdgeschoß — besonders dann, wenn Sichtschutzwände, Blumenspaliere, Gartenmöbel oder frei herumliegende Leitern vorhanden sind.
  21. 80 % der Einbrüche passieren über Terrassentüren oder Fenster auf der Hausrückseite — eine entsprechende Sicherung kann helfen.
  22. Einbrecher suchen den Weg des geringsten Widerstandes — schwer knackbare Fenster oder Türen können also oft schon Abschreckung genug sein.
  23. Einbrecher kommen nicht mit schwerem Gerät — in der Regel werden einfache Werkzeuge wie Schraubenzieher benutzt, um Fenster und Türen zu knacken. Entsprechende Sicherungen können also Wunder bewirken.
  24. Vergessen Sie nicht, Fenster, Terrassentüren und Balkontüren zu schließen.
  25. Verriegeln Sie bei Abwesenheit stets Ihre Türen.
  26. Verwenden Sie einbruchsichere Türen mit hochwertigen Schlössern und Schließzylindern.
  27. Terrassentüren sollten durch einbruchhemmende Rollbalken oder Scherengitter gesichert werden.
  28. Toilettenfenster sind beliebte Einstiegspunkte — sichern Sie diese entsprechend ab.
  29. Rollläden können häufig durch einfaches Hochschieben überwunden werden. Wenn sie Widerstand bieten sollen, müssen sie in stabilen, fest verankerten Führungsschienen laufen und durch Stifte oder Sperren im oberen Drittel gesichert sein.
  30. Einbruchhemmende Rollläden haben aufgrund des verwendeten Materials und der Konstruktion einen höheren Widerstandswert.
  31. Rollläden sollten grundsätzlich nachts geschlossen sein und nicht schon tagsüber auf Ihre Abwesenheit hinweisen.
  32. Trotz einbruchhemmender Rollläden sollte man nicht auf die Sicherung von Fenstern verzichten.
  33. Standardrollläden reichen für echten Einbruchschutz nicht aus: Sie besitzen keine einbruchhemmende Wirkung und dienen lediglich dem Sonnen- und Insektenschutz. Mit einer Zusatzsicherung können sie aber zumindest gegen das Hochschieben gesichert werden.

Richtiges Verhalten im Einbruchsfall

Ist in Ihr Zuhause eingebrochen worden, so gibt es ein paar einfache Regeln, an die Sie sich halten können, um schnell Schaden zu beheben.
  1. Informieren Sie die Polizei — der Einbrecher könnte sich noch in der Wohnung/im Haus befinden!
  2. Wenn Sie auf den Einbrecher treffen, verhalten Sie sich kooperativ! Spielen Sie keinesfalls den Helden.
  3. Beobachten Sie den Eingangsbereich aus sicherer Entfernung.
  4. Versuchen Sie, sich so viele Details wie möglich zu merken, um die Polizei bei der Tatrekonstruktion bestmöglich zu unterstützen.
  5. Falls Sie sich während des Einbruchs zu Hause befunden haben, berühren Sie so lange nichts, bis die Polizei eintrifft.
  6. Machen Sie ggf. Fotos vom Zustand der Wohnung sowie von den Beschädigungen und Einbruchspuren.
  7. Informieren Sie Ihre Versicherungsgesellschaft und reichen Sie eine Liste Ihrer Wertsachen ein.
  8. Lassen Sie gestohlene Bankomat- und Kreditkarten unverzüglich sperren.
  9. Bewahren Sie beschädigte Gegenstände so lange auf, bis mit der Versicherung alles geklärt ist. Eventuell schickt die Versicherung auch einen Gutachter, um den tatsächlichen Schadenswert festzustellen.

Mobile Sicherheit

Nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs gilt: Sicherheit geht vor! Mit diesen einfachen Tipps können Sie sich auch nun auch (allein) unterwegs und im Straßenverkehr sicher fühlen.

Sicher (allein) unterwegs

Um sich auch nachts alleine sicher zu fühlen, gibt es ein paar einfache Tricks.
  1. Akustische Alarmgeräte wie Trillerpfeifen oder Knopf-Alarme für die Handtasche können Angreifer abschrecken und Aufmerksamkeit erregen.
  2. Lassen Sie Ihr Getränk nicht unbeaufsichtigt stehen und achten Sie besonders in stark besuchten Lokalen auf verdächtige Aktivitäten.
  3. Diebe kundschaften Gewohnheiten aus und suchen sich gezielt ihre Opfer: Planen Sie also besonders nach Geldbehebungen einen sicheren Heimweg.
  4. Überprüfen Sie beim Weggehen, ob Sie Ihr Handy eingesteckt haben und es auch aufgeladen ist.
  5. Halten Sie Ihr Handy immer griffbereit, z. B. in Ihrer Jacken- oder Handygürteltasche. Wenn Sie sich unsicher fühlen, sollten Sie das Handy in der Hand halten und die Tastensperre deaktivieren — so können Sie sofort wählen.
  6. Speichern Sie sich die wichtigsten Notfallnummern (Feuerwehr: 122, Polizei: 133, Rettung: 144, Euro-Notruf: 112) ein.
  7. Wenn Sie in eine Gegend kommen, in der Sie sich nicht sicher fühlen, rufen Sie jemanden an und lassen Sie sich „telefonisch begleiten“.
  8. Bleiben Sie immer auf belebten Straßen. Unter keinen Umständen sollten Sie versuchen, einen Verfolger (in einer dunklen Gasse) abzuhängen.
  9. Wenn Sie verfolgt werden und in die Nähe Ihrer Wohnung kommen, dann sperren Sie die Tür nicht auf, sondern gehen Sie weiter — der Verfolger könnte Sie ansonsten in den Hausflur drängen, wo Sie völlig ungeschützt sind. Gehen Sie lieber in ein nächstgelegenes Lokal und verständigen Sie die Polizei oder gehen Sie direkt zur nächsten Polizeistation.

Diebstahl-Prävention

Wertsachen, die Sie bei sich tragen, sollten gut geschützt werden, um das Risiko eines Diebstahls oder Angriffs zu minimieren.
  1. Tragen Sie niemals zu viel Bargeld bei sich.
  2. Verteilen Sie Wertsachen auf mehrere Taschen.
  3. Bewahren Sie Ihre Geldbörse immer in der vorderen Hosen- oder Innentasche auf.
  4. Handtaschen und Fotoapparate sollten Sie immer an der Körpervorderseite tragen.
  5. Besondes in Gedrängen sollten Sie Vorsicht walten lassen und aufpassen, wenn sich jemand dicht an Sie drängt.
  6. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie eine Handtasche mit Magnetverschlüssen verwenden — besser sind Reißverschlüsse.
  7. Wertgegenstände sollten nicht im Vorderfach des Rucksacks aufbewahrt werden. Rucksäcke sollten an sich besser vorne getragen werden.
  8. Lassen Sie Handtaschen mit Wertsachen nicht auf dem Boden vor den Füßen stehen, sondern tragen Sie sie immer nahe am Körper.
  9. Wertsachen wie Handy, Ausweis etc. sollten immer im Innenfach der Jacke verstaut und nie offen auf den Tisch gelegt werden.
  10. Bewahren Sie nur das Bargeld griffbereit auf, das Sie auch tatsächlich benötigen. Alle anderen Wertsachen sollten gut versteckt sein.
  11. Bewahren Sie Ihr Handy nicht in der Hosentasche gemeinsam mit losen Geldscheinen auf — wenn Sie zum Handy greifen, segelt das Geld unbemerkt auf den Boden.

Sicherheit im Straßenverkehr

Als Fußgänger ist man der schwächste Teilnehmer des Straßenverkehrs und sollte sich dementsprechend gut schützen.
  1. Dunkel gekleidete Fußgänger oder Radfahrer werden oft zu spät wahrgenommen — helle, reflektierende Elemente auf der Kleidung schützen.
  2. Helle Accessoires (Taschen, Rucksäcke, Kappen etc.) oder Kleidung können die Sichtbarkeit erhöhen.
  3. Benützen Sie Zebrastreifen und ausgeleuchtete Stellen zum Queren von Straßen.
  4. Wenn es keinen Gehsteig gibt, gilt: links gehen, Gefahr sehen!

Fahrrad sichern

Nichts ist schneller und unauffälliger gestohlen als ein ungesichertes Fahrrad. Mit ein paar einfachen Tipps beugen Sie dem vor.
  1. Fahrraddaten, insbesondere die Rahmennummer, sollten in einem Fahrradpass festgehalten werden.
  2. Wenn möglich sollten Fahrräder immer in einem versperrbaren Raum (Fahrradraum) abgestellt werden.
  3. Im Freien sollten Räder möglichst an fix verankerten Gegenständen befestigt werden, am besten an stark frequentierten Plätzen und bei Dunkelheit an hell erleuchteten Orten.
  4. Stellen Sie Ihr Rad nicht immer an der gleichen Stelle ab und sichern Sie es immer und überall.
  5. Schließen Sie Ihr Rad nicht nur ab, sondern auch an — an einen Gegenstand, der mindestens genau so stabil ist wie das Schloss selbst.
  6. „Cluster-Bildung“, also mehrere Fahrräder aneinander geschlossen, bringen mehr Sicherheit.
  7. Lassen Sie keine wertvollen Gegenstände in einer Gepäcktasche oder im Gepäckträger zurück.
  8. Werkzeuge sollten unbedingt aus der Satteltasche genommen werden, da diese von Gelegenheitsdieben verwendet werden könnten.
  9. Nehmen Sie teure Komponenten wie Fahrradcomputer immer ab.
  10. Verwenden Sie Bügelschlösser ab 12 mm Rohrstärke oder Panzerkabelschlösser. Nicht empfehlenswert sind dünne Spiralkabel oder generell Zahlenschlösser.

Daten und Fakten

Wissen Sie eigentlich, nach welchem Schema Einbrecher vorgehen? Oder welche Häuser ganz besonders gefährdet sind? Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Fakten - auch von der Polizei.

Daten und Fakten

Welche Objekte sind gefährdet? Wie erkennt man Unsicherheiten? Ein paar einfache Fakten zeigen, worauf es ankommt.
  1. Einbrecher wählen eher ruhige Wohnsiedlungen aus. Wohnen Sie in einer solchen, sollten Sie unbedingt Sicherheitsvorkehrungen treffen.
  2. Einbrecher beobachten Häuser und die Gewohnheiten der Bewohner — schwer erkennbare Verhaltensmuster schaffen Abhilfe.
  3. Meist schlagen Einbrecher um die Mittagszeit oder zwischen 17:00 und 21:00 Uhr zu. In dieser Zeit sollten Sie also besonders wachsam sein.
  4. Leicht transportierbare Dinge wie Schmuck, Bargeld, Kreditkarten, Münzsammlungen, Uhren, kleine Elektrogeräte etc. sind meist die erste Wahl und sollten daher gut gesichert werden.
  5. In Wohnblöcken sind besonders Erdgeschoßwohnungen gefährdet, weshalb hier besondere Wachsamkeit gilt.
  6. Die am stärksten gefährdeten Stellen sind Eingangstüren, Fenster, Terrassentüren, Nebentüren, Kellerschächte, Balkone, Garagen, Dachfenster und Nebengebäude — hier ist besondere Vorsicht geboten.
  7. Die Einbruchsdauer beträgt meist zwischen fünf und zehn Minuten, bei entsprechendem Widerstand geben Einbrecher jedoch oft nach etwa drei bis fünf Minuten auf. Je mehr Hindernisse also in den Weg gelegt werden, desto unwahrscheinlicher ist ein Einbruch.80 % der Einbrüche passieren über Terrassentüren oder Fenster auf der Hausrückseite — eine entsprechende Sicherung kann helfen.
  8. Einbrecher suchen den Weg des geringsten Widerstandes — schwer knackbare Fenster oder Türen können also oft schon Abschreckung genug sein.
  9. Einbrecher kommen nicht mit schwerem Gerät — in der Regel werden einfache Werkzeuge wie Schraubenzieher benutzt, um Fenster und Türen zu knacken. Entsprechende Sicherungen können also Wunder bewirken.

Kostenlose Präventionsberatung durch die Polizei

„Die Gesamtkriminalität ist in Kärnten erfreulicherweise schon seit vielen Jahren rückläufig und hat im Jahre 2015 mit insgesamt 26.083 angezeigten Fällen den tiefsten Wert der letzten 10 Jahre erreicht. Zeitgleich ist auch die Aufklärungsquote mit 49,5 % konstant hoch. Aber trotzdem gibt es auch Problembereiche wie beispielsweise der Einbruch in Wohnungen und Wohnhäuser, wo es im vergangenen Jahr 666 registrierte Fälle gab. Die Polizei bietet mit ihren Spezialisten der Kriminalprävention eine unabhängige, kompetente und kostenlose Beratung an, wie sich die Bürger selbst schützen und aktiv zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen können. Die Spezialisten der Kriminalprävention können kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059133 angefordert werden. Weitere Information erhalten Sie in der nächsten Polizeiinspektion, auf der Homepage www.bmi.gv.at/praevention und auch per BMI-Sicherheitsapp.“

Oberst Gottlieb Türk, B.A.
Bundespolizeidirektion Kärnten
Leiter des Landeskriminalamtes

Oberst Gottlieb Türk, B.A.

„Die Gesamtkriminalität ist in Kärnten erfreulicherweise schon seit vielen Jahren rückläufig und hat im Jahre 2015 mit insgesamt 26.083 angezeigten Fällen den tiefsten Wert der letzten 10 Jahre erreicht. Zeitgleich ist auch die Aufklärungsquote mit 49,5 % konstant hoch. Aber trotzdem gibt es auch Problembereiche wie beispielsweise der Einbruch in Wohnungen und Wohnhäuser, wo es im vergangenen Jahr 666 registrierte Fälle gab. Die Polizei bietet mit ihren Spezialisten der Kriminalprävention eine unabhängige, kompetente und kostenlose Beratung an, wie sich die Bürger selbst schützen und aktiv zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen können. Die Spezialisten der Kriminalprävention können kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059133 angefordert werden. Weitere Information erhalten Sie in der nächsten Polizeiinspektion, auf der Homepage www.bmi.gv.at/praevention und auch per BMI-Sicherheitsapp.“

Oberst Gottlieb Türk, B.A.
Bundespolizeidirektion Kärnten
Leiter des Landeskriminalamtes

Noch Fragen?

Unsere kompetenten Mitarbeiter sind am Telefon oder per Mail für Sie da:

T: 0463 525 5555

E: sicherheit@kelag.at

Unsere kompetenten Mitarbeiter sind am Telefon oder per Mail für Sie da:

T: 0463 525 5555

E: sicherheit@kelag.at

Ausgezeichneter Service

Die Konzernunternehmen sind in den Geschäftsfeldern Strom, Gas und Wärme österreichweit tätig, mit dem Schwerpunkt in Kärnten.
Die Kelag gehört zu den großen Stromerzeugern aus Wasserkraft in Österreich.
Neben dem Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger im In- und Ausland liegt der Schwerpunkt der Kelag auf Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz. Darüber hinaus beschäftigt sich die Kelag mit Zukunftsthemen wie Elektro-Mobilität, Smart Meter und Photovoltaik.